Behandlungen bei Feuchter Makula-Degeneration

Behandlungsoptionen der feuchten Makula-Degeneration

Einsatzgebiete und Wirkungsweise von Lasertherapie und Intravitrealer Injektion (IVT)

Die sog. feuchte Makula-Degeneration ist eine ernsthafte Augenerkrankung, bei der die Netzhautzellen im Bereich der Makula, dem Punkt des schärfsten Sehens, absterben. Sie betrifft vor allem ältere Menschen, Frauen erkranken häufiger. Die Ursachen sind noch unklar, es wird intensiv dazu geforscht. Als endogene Risikofaktoren gelten ein hohes Lebensalter sowie weitere Erkrankte in der Familie. Negative Einflussfaktoren in der Lebensweise sind Rauchen, intensive UV-Strahlung und ungesunde Ernährung.
Im Verlauf der Krankheit bilden sich aufgrund von sog. oxidativem Stress abnormale Gefäße unter der Netzhaut. Insbesondere die Lesefähigkeit ist gefährdet, zudem  tritt eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit auf. Die Makula-Degeneration ist eine der häufigsten Erblindungsursachen bei älteren Menschen.

Intravitreale Injektion (IVT)

Zur Behandlung der AMD wird heute vorwiegend die IVT-Behandlung (Intravitreale Injektion) durchgeführt. Dabei werden vom Augenarzt ins Augeninnere – den Glaskörperraum – Antikörper oder Antikörperfragmente injiziert. In der Regel müssen die Injektionen mehrmals wiederholt werden, um eine Wirkung zu erzielen und zu erhalten. Die Injektionen erfolgen ambulant in örtlicher Betäubung in unserer Augenarzt Praxis und sind kaum belastend.
Weitere Einsatzgebiete der IVT sind unter anderem die Diabetische Netzhautschädigung, Gefäßverschlüsse der Netzhaut und hohe Kurzsichtigkeit.
Mehr zur Intravitrealen Injektion (IVT) lesen Sie hier.

Photodynamische Therapie (PDT)

Die Photodynamische Therapie ist nur in einem relativ frühen Stadium der feuchten Makula-Degeneration sinnvoll und wird auch nur im Ausnahmefall eingesetzt, denn heute wird zur Therapie dieser Erkrankung primär die Intravitreale Injektion angewendet.
Mit der Photodynamischen Therapie können auch abnorme Gefäße behandelt werden, die sich bereits unter der Netzhautmitte befinden. Zunächst wird dem Patientenvom Augenarzt eine Substanz in die Armvene gespritzt, die sich im Körper verteilt, auch in der Netzhaut. Sie macht die Gefäßwucherungen im Auge für den Laserstrahl empfindlicher, so dass bei der anschließenden Laserbehandlung die krankhaften Gefäße verödet werden können. Die Behandlung muss meist mehrfach wiederholt werden, da sich die Gefäße nicht mit einer einzigen Anwendung verschließen lassen. Sie wird ambulant  bei uns in der Augenarztpraxisdurchgeführt und ist schmerzfrei.

Beide Therapien können der Verlauf der Makula-Degeneration nur verlangsamen, aber nicht komplett zum Stillstand bringen.

Infos

Gut zu wissen:

  • Die Makula-Degeneration ist nach heutigem Stand noch nicht heilbar. Deshalb ist es wichtig, die Krankheit so früh wie möglich zu erkennen.
  • Die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung sind besonders gut, wenn die Therapie schon beginnen kann, bevor der Patient selbst die ersten Symptome bemerkt. Daher sind Vorsorgeuntersuchungen besonders wichtig!
  • Mit speziellen Untersuchungen wie der Optischen Kohärenztomografie und der Fluoresenzangiographie können bereits allererste Veränderungen entdeckt werden.