Sehschule für Erwachsene

Unsere Orthoptik (Sehschule) für Erwachsene

Rehabilitatives Sehtraining bei belastungsbedingten Sehbeschwerden, Augenmuskel-Funktionsstörungen, Doppelbildern, Gesichtsfeldausfällen, Sehstörungen im Gefolge von Erkrankungen u.a.

Die Orthoptik ist ein Spezialgebiet der Augenheilkunde. Früher wurde sie auch als „Sehschule“ bezeichnet, aber dieser Begriff ist überholt, denn heute geht es dort primär nicht um „Augenschulung“, sondern um die umfassende Vorsorge, Diagnostik und Therapie von Seh- und Augenfunktionsstörungen. Deshalb heißt unsere Sehschule auch Orthoptik. Sie ist zum einen Anlaufstelle für alle Kinder, die zu uns in die Augenarzt-Praxis kommen und hier diagnostisch und therapeutisch betreut werden (mehr dazu hier). Zum anderen werden in unserer Orthoptik Erwachsene behandelt, die unter verschiedensten Seh- und Augenfunktionsstörungen leiden und ein rehabilitatives Sehtraining benötigen. In der Abteilung arbeiten drei Orthoptistinnen unter Leitung der Dipl. Orthoptistin Elke van Alen. Sie alle sind ausgewiesene Spezialistinnen mit langjähriger Erfahrung.

Wenn Erwachsene wieder sehen lernen müssen.

Es gibt neurologische und internistische Erkrankungen, die das Sehen oder die Augenmuskelfunktion beeinträchtigen können: zum Beispiel Schlaganfälle, Tumore, Hirnverletzungen, Durchblutungsstörungen, aber auch Multiple Sklerose, Parkinson oder Makula-Degeneration. Diese können Gesichtsfeld-Ausfälle, Doppelbilder und andere Sehstörungen hervorrufen, die das Leben erheblich beeinträchtigen. Die Orthoptik in unserer Augenarzt-Praxis ist auf die Diagnostik und Therapie derartiger Störungen spezialisiert; sie gehören in den Fachbereich der Neuro-Ophthalmologie, welche die Schnittstelle zwischen Augenheilkunde (Ophthalmologie) und Neurologie bildet. Wir arbeiten mit den Methoden des rehabilitativen Sehtrainings nach Christine Paul und erstellen auf dieser Basis ein individuelles Trainingsprogramm für den Patienten und seine Problematik. Auch der Einsatz von Prismenbrillen gehört zu unserem Therapiespektrum dazu.

Gesichtsfeldausfälle

Als Folge von Schlaganfällen oder Tumoren kann es zu Ausfällen des Gesichtsfeldes kommen. Das kann zwar nicht rückgängig gemacht werden, aber durch ein Kompensationstraining sind die verloren gegangenen Fähigkeiten trainierbar. Dabei wird versucht, durch gezieltes Training der Augenbewegung (exploratives Sakkadentraining) den Ausfall des Gesichtsfeldes zu kompensieren. Studien haben die Wirksamkeit dieser Therapieform bestätigt.

Therapie belastungsbedingter Sehbeschwerden.

Immer mehr Patienten kommen in unsere Augenarzt-Praxis, weil sie belastungsbedingte Sehbeschwerden haben, zum Beispiel bei Bildschirmarbeit, beim Lesen, in der Dämmerung. Auch hier können eine Vielzahl von Symptomen auftreten, von Störungen der Augenmuskelfunktion und Doppelbildern bis zu Augenzittern und eingeschränktem Sehvermögen.

Infos

Orthoptik (Sehschule) für Kinder